Neuordnung

Die Neuordnung der Berufsausbildung zum Bautechnischen Konstrukteur und zur Bautechnischen Konstrukteurin ab August 2026 bringt weitreichende Neuerungen mit sich. Der Kerngedanke lautet: „Weg vom Konstruieren mit Strichen, hin zum Konstruieren mit Daten“.

Was ist neu?

Digitaler Fokus. Das Building Information Modeling (BIM) wird zum Standard. Auszubildende lernen nicht mehr nur das Erstellen von Zeichnungen, sondern das Modellieren in digitalen 3D-Informationsmodellen. Dazu gehört die Pflege von Bauwerksinformationen über den gesamten Lebenszyklus eines Gebäudes hinweg.

Erweiterte Fachrichtungen. Die drei Fachrichtungen wurden präzisiert und modernisiert: Architektur, Ingenieurbau sowie Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau. Der Bereich Verkehrswege, z.B. Schienen- und Radwege, ist nun explizit in der TVL-Fachrichtung verankert.

Nachhaltigkeit & Kreislaufwirtschaft. Ein neuer Schwerpunkt liegt auf der Beurteilung von Baustoffen nach Nachhaltigkeitsaspekten und der Berücksichtigung der Kreislaufwirtschaft im Planungsprozess.

Modernisierung der Fachbereiche

Architektur. Hier geht es weg von der reinen Geometrie. Das Modell wird mit Attributen gefüttert – etwa für die Energieeffizienz oder den Brandschutz. Betont wird hier besonders die Durchgängigkeit der Daten vom Entwurf bis zum Betrieb.

Ingenieurbau. Die Konstruktion wird technischer. Es werden komplexe Tragwerksmodelle erstellt, die direkt als Basis für statische Berechnungen dienen. Die Abstimmung zwischen Schal- und Bewehrungsplänen erfolgt nun automatisiert im Modell.

Tief-, Verkehrswege- und Landschaftsbau. Das ist das größte Update. Durch die Integration des Verkehrswegebaus (Schiene/ Straße) reagiert man auf den hohen Bedarf an Infrastrukturprojekten. Zudem wird die Landschaftsplanung stärker mit technischen Entwässerungssystemen und digitalem Geländemodell verknüpft.

Mehr Informationen gibt es hier: Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)